| |
|
Mehr Post für Österreich - Das österreichische Postfilialnetz vergrößert sich von 1.500 auf 1.650 Poststellen
450 neue Post.Partner ersetzen 300 kleine, unrentable Postfilialen
(03.03.2009) -
Die Österreichische Post AG hat beschlossen, heuer noch ihr österreichisches Filialnetz von derzeit 1.500 auf 1.650 Poststellen zu erweitern. Im Laufe des Jahres 2009 werden dazu in ganz Österreich rund 300 kleine, defizitäre Postfilialen durch moderne Post.Partner-Stellen ersetzt. Für rund 150 zusätzliche Gemeinden werden neue Post.Partner gesucht. Damit soll die Nahversorgung im ländlichen Raum gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit und Eigenständigkeit der österreichischen Post vor der bevorstehenden Postliberalisierung 2011 gesichert werden. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Post starten heute gemeinsam eine Informationskampagne, die die Bevölkerung über die Vorzüge eines modernen Post.Partner-Filialnetzes aufklären und die besten Post.Partner finden soll. "BvDP"
 Herbert Götz, im Vorstand der Post AG für das Filialnetz zuständig: „Entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen hat die Post gestern dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie das Universaldienstkonzept 2009 vorgelegt. Unser Ziel ist es, die flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen in Österreich auszubauen und langfristig abzusichern. Das gelingt uns, indem wir 300 kleine und seit Jahren defizitäre Postfilialen durch 450 moderne Post.Partner ersetzen“. Damit rückt die Post, so Götz, nicht nur näher zu ihren Kunden, sondern helfe der Nahversorgung vor allem im ländlichen Raum. Kündigungen werde es nicht geben. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der alten, unrentablen Postfilialen werden weiter Beschäftigte der Österreichischen Post bleiben.
Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt den Aufbau eines modernen Post.Partner-Netzes in Österreich. Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ, begrüßt die Initiative der Post AG zur Ausweitung des österreichischen Erfolgsmodells Post.Partner: „Zu den rund 300 Post.Partnern kommen rund 150 zusätzliche in Gemeinden, wo es derzeit keine Postämter gibt. Für diese werden neue Post.Partner gesucht. Dadurch wird die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen durch mehr Post.Partner weiter ausgebaut und verbessert.“ Um Unternehmen als neue Post.Partner zu gewinnen, startet die Post AG die breit angelegte Post.Partner-Initiative 2009. „Diese ist nach den von der Bundessparte Handel zu Gunsten der Betriebe ausgehandelten besseren Post.Partner-Konditionen ein weiteres Signal, dass es allen Beteiligten am Herzen liegt, die Menschen in unserem Land bestmöglich mit Post-Dienstleistungen zu versorgen“, unterstreicht der Handelsobmann.
WKÖ und Post suchen neue Post.Partner Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich sucht die Post nun geeignete Post.Partner für 450 Gemeinden in Österreich. Post.Partner sind lokale Nahversorger wie Lebensmittelgeschäfte, Trafiken, Apotheken oder auch öffentliche Stellen. Sie übernehmen für die Post die Abwicklung der Filialdienste und werden dafür bezahlt. Das Vergütungsmodell wurde deutlich verbessert. Seit 2009 übernimmt die Österreichische Post die EDV-Kosten der Post.Partner in der Höhe von 800 Euro jährlich. Zusätzlich bietet die Post ihren Partnern eine Qualitätsprämie von bis zu 3.000 Euro im Jahr und ein Umsatzplus über den Verkauf der Postdienste von durchschnittlich 15.000 Euro im Jahr. Die Vergütungen für die erbrachten Leistungen erfolgen zu klar definierten Povisionssätzen, die künftig jährlich der Inflationsrate angepasst werden (derzeit beispielsweise 19 Cent pro Annahme eines Briefes. 94 Cent für die Annahme und 70 Cent für die Abgabe eines Pakets). Näherer Informationen finden sich unter www.post.at oder http://wko.at.
Postkunden profitieren durch bessere Öffnungszeiten und ein dichteres Filialnetz Für die Kunden der Post liegen die Vorteile auf der Hand: 150 zusätzliche Poststellen in Österreich machen die Wege in Zukunft kürzer. Die meisten Post.Partner haben weitaus attraktivere Öffnungszeiten als die alten, kleinen Postämter. Viele Post.Partner haben auch am Samstagvormittag geöffnet. In einer 2008 durchgeführten Umfrage unter Bürgern von Post.Partner-Gemeinden hat sich die große Mehrheit (81 Prozent) mit dem Post.Partner sehr zufrieden gezeigt. Viele der Befragten gaben an, in der neuen Lösung im Vergleich zum alten Postamt eine deutliche Verbesserung zu sehen. Schließlich ist es mit dem Post.Partner-Konzept möglich, seine Post- und Bankgeschäfte ohne weitere Wege mit anderen Tätigkeiten wie Einkaufen zu verbinden.
Enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden und breite Information der Bevölkerung Die Österreichische Post AG hat heute Bundesregierung, die Landesregierungen und die Bürgermeister der 450 betroffenen Gemeinden über ihre Vorhaben im Zusammenhang mit dem Ausbau des Filialnetzes in Österreich informiert. „Unser Ziel ist es“, so Herbert Götz „gemeinsam und in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern und der Wirtschaftskammer die besten Post.Partner zu finden.“ Zu diesem Zweck wurde ein umfangreiches Informationspaket entwickelt. Die Bürger der Gemeinden, in denen es neue Post.Partner geben wird, werden in den nächsten Tagen persönlich und mit Brief informiert. Neue Post.Partner werden über Inserate in den wichtigsten österreichischen Medien gesucht. Für die Bevölkerung und für potenzielle Post.Partner steht eine eigene Hotline und eine eigene Website zur Verfügung.
|
|
|