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16.06.2017

Darmstadt ist Digitale Modellstadt

Politik & Recht

Der Wettbewerb Digitale Stadt ist entschieden: Darmstadt wird in den kommenden Jahren mit der Unterstützung von mehr als 20 Partnerunternehmen zur digitalen Modellstadt ausgebaut. Realisiert wird unter anderem ein Projekt zum intelligenten Parkraum-Management.

Darmstadt ist Gewinner des Wettbewerbs Digitale Stadt, den der Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) initiiert hatte. Die Wissenschaftsstadt wurde am Montag (12. Juni 2017) im Rahmen des Digital-Gipfels der Bundesregierung unter insgesamt fünf Finalisten

zum Sieger gekürt. Wie der Branchenverband Bitkom mitteilt, wird Darmstadt nun in den kommenden Jahren mit der Unterstützung von mehr als 20 Partnerunternehmen, die Produkte und Dienstleistungen in zweistelliger Millionenhöhe beisteuern, zur digitalen Modellstadt ausgebaut. Ab Anfang 2018 würden Bereiche wie der Verkehrssektor, die Energieversorgung, Schulen und das Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien ausgerüstet. Zudem sollen künftig die öffentliche Verwaltung innovative Online-Anwendungen und der Handel intelligente Lieferdienste anbieten können. Das Unternehmen Vodafone wird zudem die Telekommunikationsnetze auf Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ausbauen.

Digitale Zukunft erproben

„Die Bewerbung von Darmstadt hat die Jury vor allem aufgrund ihrer ausgewogenen Einbeziehung der verschiedenen Themenbereiche und Facetten einer digitalen Stadt überzeugt“, erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die bereichsübergreifende Vernetzung aller Sektoren mit dem Fokus auf hochprofessionelle Cyber-Sicherheit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Digitale Stadt Darmstadt.“ Die Entscheidung sei denkbar knapp ausgefallen. Rohleder: „Alle Bewerber haben absolut überzeugende Konzepte eingereicht. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass die Finalstädte auf einem guten Weg in Richtung digitale Zukunft sind.“ „Sehr viele Städte und Gemeinden in Deutschland werden nun sehr aufmerksam verfolgen, wie die Umsetzung der Konzepte in der Siegerstadt angegangen wird“, ergänzte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. 

„Darmstadt ist seit 20 Jahren Wissenschaftsstadt. Dass es uns ausgerechnet im Jubiläumsjahr gelingt, Digitale Stadt für Deutschland und Europa zu werden, ist kein Zufall“, meint Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Es ist das Ergebnis jahrelangen Vordenkens und Vorarbeitens, zum Beispiel als kontinentales Zentrum der Cyber-Sicherheit. Nun haben wir die Gelegenheit, in Darmstadt Zukunft zu erproben und Digitalisierung zu gestalten, anstatt sie mit uns geschehen zu lassen.“ Dabei wolle man die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Alltag in der wachsenden Stadt mit knappen Flächenressourcen und hoher Verkehrsdichte noch effizienter als heute zu organisieren. 

Smarter Parken 

Am Rande des Digital-Gipfels haben Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und T-Systems Chef, bereits eine Vereinbarung zur Einführung der Telekom-App „Park and Joy“  unterzeichnet. Das Vorhaben zum smarten Parken wird ab dem kommenden Jahr als eines der Projekte im Rahmen des Wettbewerbs Digitale Stadt umgesetzt. Bis Ende 2019 soll nach Angaben der Stadt Darmstadt ein Großteil des innerstädtischen bewirtschafteten Parkraums vernetzt sein, damit Autofahrer komfortabler und schneller ans Ziel kommen. In einer weiteren Ausbaustufe sollen außerdem Parkhäuser und private Stellflächen an die Smart-City-Lösung angeschlossen werden. So werde die Möglichkeit geschaffen, Parkplätze sogar im Vorfeld zu reservieren. Oberbürgermeister Partsch: „Die neue Park-App passt gut in das Projekt Green Smart City, das Darmstadt als Wissenschafts- und Forschungsstandort, vor allem im IT-Bereich, mit den zukunftssichernden Bereichen Umweltschutz und Ressourcenschonung verknüpft. Mit der App machen wir auf das verfügbare Kontingent an Parkplätzen aufmerksam und erleichtern Pendlern sowie Besuchern den Aufenthalt in unserer Stadt. Das unnötige und zeitaufreibende Umherfahren auf der Suche nach einem freien Abstellplatz entfällt.“


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