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Ökonomisch

13.08.2009

1. Halbjahr 2009: 7,9% weniger abfliegende Passagiere

Ökonomie

Im ersten Halbjahr 2009 verzeichneten deutsche Flughäfen 42,6 Millionen abfliegende Passagiere. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren dies 7,9% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit einem Rückgang von 3,6 Millionen Passagieren entsprach dies im Halbjahresvergleich dem bisher größten absoluten Rückgang seit Beginn der Veröffentlichungen zur Luftverkehrsstatistik im Jahr 1951. Seit 1990 wurden im Halbjahresvergleich nur in zwei weiteren Jahren (1991: – 1,5 Millionen; 2002: – 1,7 Millionen) Aufkommensverluste beobachtet. "BvDP"


Der Inlandsverkehr kam auf 11,6 Millionen Fluggäste (– 7,6%), die Passagierzahl in das Ausland (31,0 Millionen) wies mit – 7,9% eine zum Inlandsverkehr vergleichbare Entwicklungstendenz auf.

Mit 23,9 Millionen Fluggästen reisten 8,0% Personen weniger in europäische Zielländer als im ersten Halbjahr 2008. Zielländer in Europa, die mehr als eine halbe Million Passagiere aus Deutschland aufweisen, lagen alle unter den Vorjahresergebnissen. Unter den wichtigsten europäischen Flugreiseländern verzeichneten Frankreich (1,6 Millionen; – 11,5%), Österreich (1,3 Millionen; – 10,0%) und Italien (2,4 Millionen; – 9,4%) die höchsten prozentualen Abnahmen. Der Flugtourismus in das wichtigste Reiseland Spanien (4,7 Millionen) ging um 8,7% zurück – besonders betroffen waren hierbei die Kanaren (1,1 Millionen; – 11,9%).


Die Passagierzahl auf Interkontinentalflügen (7,1 Millionen aus Deutschland) ging um 7,6% zurück. Nach Amerika (– 10,6%) und Asien (– 6,3%) reisten jeweils 2,9 beziehungsweise 2,8 Millionen Personen, Afrika war Ziel von 1,4 Millionen Flugreisenden (– 3,2%).


Die Gesamtzahl der auf deutschen Flughäfen ankommenden Fluggäste (42,2  Millionen) entwickelte sich mit – 7,7% in ähnlicher Größenordnung wie die der Einsteiger.


Parallel zu dem Nachfrageeinbruch reduzierten die Fluggesellschaften ihre angebotenen Kapazitäten für die von deutschen Flughäfen ausgehenden Reisen: Die Zahl der Starts insgesamt (509 000) ging um 8,6%, die der angebotenen Sitze (62,1 Millionen) um 4,8% zurück. Flüge ins europäische Ausland nahmen um 8,6% ab, im Interkontinentalverkehr lag der Rückgang bei 3,7%. Das Sitzplatzangebot wurde für europäische Destinationen um 6,6%, für Interkontinentalflüge um 2,1% zurückgenommen.


Der Rückgang war bei der Luftfracht noch ausgeprägter als bei Passagieren: Die Einladungen (0,8 Millionen Tonnen) nahmen um 14,8%, die Ausladungen (0,7 Millionen Tonnen) um 15,7% ab. Interkontinentalflüge zeigten die höchsten Abnahmen: Nach Amerika gingen Ein- und Auslademengen (– 28,3% und – 25,3%) um mehr als ein Viertel zurück, nach Asien wurden 13,0% weniger Güter versandt, der Empfang von diesem Kontinent ging um 23,6% zurück.


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