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Technic / IT

Siemens treibt Transformation der Mobilitätbranche voran

Es ist ein Heimspiel der besonderen Art: Unter dem Motto „#MoveToTransform” zeigt sich Siemens auf der IAA Mobility 2021, die erstmalig in der bayerischen Landeshauptstadt München – und damit am Firmensitz von Siemens – stattfindet. Als fokussiertes Technologieunternehmen präsentiert Siemens eine ganzheitliche Sicht auf die Mobilität von heute und der Zukunft. Dabei steht die Verbindung der realen und digitalen Welten im Vordergrund, die technische Produkte und digitale Lösungen kombiniert, um Industrie, Infrastruktur und Transportwesen intelligenter, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

„Der Wandel zur E-Mobilität ist bereits in vollem Gange – mit unserem Know-How helfen wir der Automobilindustrie, diese Transformation noch zu beschleunigen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Elektroautos schneller, effizienter und nachhaltiger auf die Straße zu bringen. Das lässt sich nur mit hochmodernen Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen erreichen. Siemens bietet hierfür ein einzigartiges Portfolio. Ich freue mich darauf, auf der IAA Mobility viele Elektrofahrzeuge zu sehen, die auch ein gutes Stück Siemens-DNA in sich tragen”, sagt Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Digital Industries. 

Geladen werden Elektrofahrzeuge weltweit über unterschiedliche, den Notwendigkeiten angepasste, Ladelösungen von Siemens. Wesentlich für einen sicheren, ökonomischen und ökologischen Betrieb sind jedoch auch intelligente und leistungsfähige Netze. Hier bringt Siemens seine jahrzehntelange und weltweite Erfahrung und Kompetenz ein. Die Vielfältigkeit der Lösungen für die Elektromobilität machen Siemens zum starken Partner für OEMs, Energieversorger, Flottenbetreiber, Unternehmen, Städte und Endkunden.

„Elektromobilität ist eine der wichtigsten Säulen für die Green Recovery nach der Pandemie. Wir arbeiten mit Kunden, Partnern und Regierungen zusammen, um sicherzustellen, dass die erforderliche Ladeinfrastruktur vorhanden ist, um die Einführung zu beschleunigen“, sagt Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure. „Mit unserem ganzheitlichen Portfolio, das Hardware und Software umfasst, ermöglichen wir die nahtlose Integration des Ladens in die bestehende Infrastruktur. Ergänzt wird dies durch unsere digitalen Lösungen, die Energieeffizienz und Dekarbonisierung unterstützen.“

Für Siemens steht dabei außer Frage, dass es auf einen nachhaltigen Mobilitätsmix ankommt. Karl Blaim, Geschäftsführer von Siemens Mobility, betont: „Die Urbanisierung lässt das Verkehrsaufkommen weiter steigen, gleichzeitig haben wir das Ziel, den CO2-Ausstoß stark zu reduzieren. Deswegen ist es wichtig Verkehrsmittel intelligent zu vernetzen. Straße und Schiene greifen nahtlos ineinander und die Bahn als nachhaltigstes Verkehrsmittel bildet das Rückgrat der Mobilität der Zukunft. Durch digitale Technologien steigert Siemens Mobility Kapazität, Effizienz und Komfort der Bahn, intelligente Mobility-as-a-Service-Lösungen vernetzen sie nahtlos mit anderen Verkehrsmitteln und wasserstoff- und batteriebetriebene Züge runden den CO2-neutralen Schienenverkehr dort ab, wo elektrische Oberleitungen nicht rentabel sind.“

Simulations Start-Up Simulytic erschließt neue Geschäftsfelder

Angetrieben von disruptiven Technologien verändert sich der Mobilitätsbereich schneller als je zuvor. Als Beitrag dazu präsentiert das Münchner Technologieunternehmen zur IAA Mobility Simulytic, ein neu gegründetes Siemens Venture. Das hauseigene Start-Up unter der Leitung von Andrea Kollmorgen beschleunigt die Entwicklung Autonomer Mobilität auf breiter Ebene. Simulytic hat das Ziel, Einblicke in Auswirkungen und Sicherheitsaspekte von autonomen Fahrzeugen durch Simulation zu schaffen. Konkret soll jederzeit und überall Transparenz in die Risikoprofile von selbstfahrenden Fahrzeugen gebracht werden. Simulytic nutzt dazu die Kompetenz von Siemens in der Simulation von komplexen, automatisierten Systemen sowie in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in sicherheitskritischen Applikationen. Die Einblicke in die Technologie autonomer Fahrzeuge ermöglicht es dem neuen Unternehmen, wettbewerbsfähig, umfassend und unabhängige Bewertungen von Vorfallwahrscheinlichkeiten, die sich verändernden Verkehrsströme und Staumuster, Einflüssen von Wetterereignissen und Straßenbedingungen und vielen weiteren lokalen Faktoren vorzunehmen. Damit kreiert Simulytic einen Mehrwert für Kunden wie Versicherungsunternehmen, das Risikopotenzial in einem zunehmend automatisierten Straßenverkehr zu verstehen und damit richtige Produkte, angemessene Preise und zielführende Strategien für die Zukunft mit autonomen Fahrzeugen festlegen zu können.

Automatisierung macht elektrisches Laden zugänglicher

Mit zunehmender Automatisierung der Mobilitätsbranche stellen sich weitere Fragen, für die Siemens Antworten entwickelt. Zum Beispiel, wer steckt den Ladestecker ein, wenn sich ein autonomes Auto selbstständig einen Parkplatz gesucht hat? Neben dem umfassenden Produktportfolio von Siemens für Ladeinfrastruktur präsentiert Siemens auch die neuesten Innovationen im Bereich des Ladens von Elektrofahrzeugen aller Art. Darunter ist das sogenannte „Siemens Autonomous Charging System“, welches das komplett automatisierte Laden von Elektrofahrzeugen vom sportlichen PKW bis hin zum auf der Langstrecke eingesetzten LKW erlaubt.
Mit dem bei der IAA Mobility erstmals vorgestellten Prototypen ist eine Ladeleistung von bis zu 300 kW möglich, die in einem weiteren Entwicklungsschritt auf über ein Megawatt ausgebaut werden soll. Mit dieser Leistung können elektrische LKW innerhalb der verpflichtenden Pausenzeit der Fahrer geladen werden. Entsprechende Kabel werden jedoch zu schwer für Personen. Auch hier wird der von Siemens konzipierte Roboter die schwere Last beim Laden des Schwerlastverkehrs übernehmen. Um das „Siemens Autonomous Charging System“ in der Realität zu erproben und zur Produktreife zu bringen, arbeitet Siemens mit Einride AB zusammen – einem führenden Entwickler autonomer und elektrischer Transportsysteme. Im Rahmen der Entwicklung wurde hier erstmalig ein autonomer LKW von einem autonomen Schnellladesystem mit Strom versorgt. Daneben sind weitere Anwendungsfelder denkbar: So kann das „Siemens Autonomous Charging System“ auch das Laden für diejenigen Personen übernehmen, die körperliche Einschränkungen haben.

Siemens treibt Entwicklung inklusiver Infrastrukturen voran

Vor allem die Vision des autonomen und elektrischen Fahrens hat großes Potenzial für eine inklusivere Mobilität. Bisher gibt es jedoch – etwa in Ausschreibungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur – kaum Vorgaben oder Standards, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Teilhabe am Elektroautoverkehr ermöglichen. Sozialhelden e.V. und Siemens setzen hier gemeinsam an und treffen sich während der IAA zu einem Workshop. Im Rahmen der Kampagne kooperiert Siemens mit dem bekannten Aktivisten Raul Krauthausen, der sich zusammen mit seinem Verein Sozialhelden e.V. seit Jahren für barrierefreie Mobilität einsetzt. Hier sollen Fragen erörtert werden, wie etwa Ladesäulen für Elektroautos barrierefrei gestaltet werden können. Wie sind die Stecker erreichbar? Oder wie können blinde Menschen, die eines Tages in selbst-fahrenden, elektrischen Fahrzeugen unterwegs sind, ihren Ladestrom bezahlen? 

„Ich träume davon, dass es überall Mobilitätsangebote gibt, die für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sind“, sagt Raul Krauthausen „Smarte Städte, smarte Infrastruktur, smarter öffentlicher Nahverkehr für jede einzelne Person, also auch für Menschen mit Behinderungen müssen zum Standard werden.“ 

Das Engagement mit dem Gründer von Sozialhelden e.V. ist ein zentraler Bestandteil der #MoveToTransform-Kampagne mit der sich Siemens für einen zukunftsgerichteten Wandel der Mobilität einsetzt. Dazu setzt das Unternehmen acht „Mobility Mover“ in Szene, die in Initiativen, Projekten oder ihren Berufen mit großem Engagement an der Mobilitätswende arbeiten. Unter den acht Persönlichkeiten befinden sich Alex Bangula, der einen YouTube-Kanal betreibt, auf dem er seine Erfahrungen mit E-Mobilität teilt, Automobilmanagerin Dr. Nari Kahle, die sich für soziale Innovationen im Bereich Mobilität einsetzt, Giovane Élber, Ex-Fußballer und Markenbotschafter des FC Bayern München, sowie Anita Mathieu, die intelligente Verkehrssteuerungslösungen entwickelt. Die Kernbotschaft lautet, dass jeder zu einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Mobilität beitragen kann. 

Auf der für die Blue Lane Road bereitgestellten Ladeinfrastruktur hat das Unternehmen 3D-Abbilder der acht Mobilitätsbotschafter platziert. Aktiviert über einen QR-Code, erzählen die Mobility Mover auf dem mobilen Endgerät der Besucherinnen und Besucher von ihrem Engagement und zeigen mit ihren Geschichten, dass Veränderung möglich ist. Am Wittelsbacherplatz vor dem Siemens Headquarter geht es in spielerischer Weise darum, sich für eine zukunftsorientierte Mobilität mehr zu bewegen: Denn hier stellt Siemens gemeinsam mit dem Unternehmen Pavegen eine direkte Verbindung zwischen Mensch und Energie her. Mit Hilfe von Siemens Softwaretechnologien können Besucher die Energie eines einzelnen Schrittes in zwei bis fünf Joule umwandeln. Die gebündelte Energie aller Besucher wird am Ende der IAA Mobility in einen Spendenbetrag umgewandelt, der dem Verein Sozialhelden e.V. zugutekommt.

Siemens ist offizieller Ladeinfrastrukturpartner der Blue Lane Road zur IAA Mobility 2021

Die IAA Mobility gibt den Gästen Einblicke in die Zukunft der Elektromobilität. Die Frage der Geschwindigkeit der Transformation wird dabei stark von der Entwicklung der dazugehörigen Ladeinfrastruktur beeinflusst. Die Blue Lane Road wird Mobilität live erlebbar machen. Sie verbindet als Transfer- und Teststrecke auf zwölf Kilometern Länge das Messegelände und den Open Space in der Münchner Innenstadt. 16 Elektrobusse und rund 250 PKW von 20 unterschiedlichen Herstellern werden hier tagtäglich mit Strom versorgt. Als offizieller Ladeinfrastrukturpartner der Blue Lane Road hat Siemens am Startpunkt der Strecke 68 Ladepunkte mit einer Ladeleistung von insgesamt 3,6 MW, installiert.

Digital Enterprise für Automobilindustrie

Siemens bietet ein umfassendes Lösungs-Portfolio aus industrieller Software, Automatisierung und Services, das an die spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie angepasst ist. Damit lassen sich reale und digitale Welten verbinden. Die Lösungen verschaffen Herstellern die nötige Flexibilität und Effizienz, um die immer vielfältigeren Kundenwünschen und die wachsende Nachfrage nach E-Autos nachhaltig zu bedienen. Insbesondere die Erstellung von digitalen Zwillingen in der Automobilindustrie bietet greifbare Vorteile: Sie können die Zahl der benötigten Prototypen während der Entwicklung eines Autos wesentlich reduzieren. Zudem lässt sich durch die Nutzung von Produktionsdaten die Qualität erhöhen, indem mögliche Qualitätsprobleme frühzeitig erkannt und behoben werden können.

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