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Brief

Deutsche Post führt neue Briefmarken-Generation ein

Am 4. Februar erscheint die erste Marke mit einem so genannten Matrixcode neben dem eigentlichen Briefmarkenmotiv. Tobias Meyer, Konzernvorstand Post & Paket Deutschland von Deutsche Post DHL Group, erklärt: „Wir setzen unseren Weg der Digitalisierung konsequent fort. Durch den Matrixcode machen wir uns nun auch im Bereich der herkömmlichen Briefmarken transparent, denn ab sofort können die Kunden in der Post & DHL App sehen, wann ihr Brief im Briefzentrum in der Abgangsregion bearbeitet wurde und wann er in der Zielregion angekommen ist.“

Allerdings ist mit dem Matrixcode keine lückenlose Nachverfolgung, wie z.B. bei Paketen, möglich. Insbesondere werden die Sendungen bei der Zustellung nicht nochmals erfasst. Wer einen rechtsverbindlichen Nachweis über die Zustellung an den Empfänger haben möchte, muss auch weiterhin die Zusatzleistung „Einschreiben“ in Anspruch nehmen.

Das Motiv der ersten Marke mit Matrixcode trägt den Namen „Digitaler Wandel“ und thematisiert die immer umfassendere Digitalisierung im Postbereich. Im Laufe dieses Jahres werden noch weitere Briefmarken mit einem solchen Code folgen. Ab 2022 planen das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post, alle Marken mit einem Matrixcode auszustatten.

Die Frankierung mit Matrixcode ist darüber hinaus fälschungssicher und gewährleistet, dass Postwertzeichen nicht mehrfach verwendet werden können. Die Fälschung und Wiederverwendung von Postwertzeichen ist ein massiv wachsendes Problem für Deutsche Post und andere Postgesellschaften. Ferner ermöglicht der Matrixcode es, betriebliche Unregelmäßigkeiten wie Laufzeitverzögerungen noch schneller zu erkennen und zu beheben. Matrixcodes auf den Briefmarken haben zudem noch einen weiteren Vorteil für interessierte Kunden: Wer den Code mit seinem Smartphone in der Post & DHL App scannt, erhält zusätzliche Informationen zur Briefmarke, beispielsweise zum Motiv, zur Geschichte oder zu den Bildquellen. Briefe, die mit einer Matrixcode-Briefmarke frankiert sind, werden digital entwertet und auch weiterhin in den Briefzentren gestempelt – und zwar neu mit einer blauen statt der bisher schwarzen Stempelfarbe, damit die Kunden danach den Matrixcode noch scannen können. 

Mit der Einführung des Matrixcodes verändern sich auch die Formate der neuen Briefmarken. Sie verfügen künftig über eine größere Motivfläche und bieten dadurch noch mehr Raum für kreative Gestaltung. Tobias Meyer: „Die neuen Postwertzeichen mit Matrixcode bleiben auch zukünftig attraktive Sammlerstücke, die nun die Verbindung der Briefmarke mit dem digitalen Zeitalter dokumentieren – eine Bereicherung für jeden Briefmarkensammler, zumal der Matrixcode jede Marke zu einem Unikat macht und den Zugang zu weiterführenden Informationen zur Marke und dem jeweiligen Motiv ermöglicht.“

Matrixcodes im Bereich der Frankierung selbst sind nicht neu. Schon seit Jahren werden sie im Bereich der Frankierung von Geschäftskundenpost genutzt, auch die nur online erhältliche „Internetmarke“ oder Frankiermaschinen verfügen über einen solchen Code. Neu ist, dass nun auch herkömmliche Briefmarken durch einen Matrixcode ergänzt werden.

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