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E-Services

08.03.2012

Deutsche Post DHL mit zweistelligem Gewinnwachstum im Geschäftsjahr 2011 - Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Märkte, Brief, KEP, Logistik, E-Services

Der weltweit führende Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL, blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserungen zurück. So stieg der Konzernumsatz um 2,8 Prozent auf insgesamt 52,8 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse legten die Umsätze des Unternehmens mit 5,3 Prozent noch deutlich stärker zu. In dieser positiven Entwicklung spiegelt sich die exzellente Aufstellung des Konzerns in Märkten mit hoher Dynamik wider: Der BRIEF-Bereich profitiert mit seinem Paketgeschäft weiterhin vom rasanten Wachstum des Internethandels. Das sehr erfolgreiche Abschneiden der Logistiksparte liegt vor allem in der herausragenden Marktposition von DHL in den weltweiten Wachstumsmärkten - vor allem in Asien - begründet. Dies wiederum bildete die Basis für starke Margenverbesserungen in den DHL-Bereichen, die zu einem überproportionalen Anstieg des Konzern-EBIT führten. Mit über 2,4 Milliarden Euro lag das operative Konzernergebnis fast ein Drittel über dem Vorjahresniveau und erreichte damit die im Jahresverlauf mehrfach angehobene Ergebnisprognose. Der Konzerngewinn lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,2 Milliarden Euro. Dies entspricht - ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte aus dem Postbank-Verkauf - einer Steigerung um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

"2011 war ein sehr gutes Jahr für unseren Konzern", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel. "Wir haben alle unsere Ziele erreicht, kommen mit der Umsetzung unserer Strategie 2015 weiter sehr gut voran und konnten die bereits äußerst solide Basis für die nachhaltige Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens weiter entscheidend stärken."

Ausblick 

Vor dem Hintergrund einer moderat wachsenden Weltwirtschaft rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr - getrieben durch die DHL-Unternehmensbereiche - mit weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Für das Konzern-EBIT prognostiziert das Unternehmen einen Anstieg auf 2,5 Milliarden Euro bis 2,6 Milliarden Euro. Während der erwartete Beitrag des BRIEF-Bereichs zwischen 1,0 Milliarden Euro und 1,1 Milliarden Euro liegt, soll der operative Gewinn von DHL auf rund 1,9 Milliarden Euro steigen. Der Aufwand des Bereichs Corporate Center/Anderes wird voraussichtlich wieder bei rund 400 Millionen Euro liegen. Das Konzernergebnis soll sich im Jahr 2012 analog zum operativen Geschäft ebenfalls weiter verbessern. Und auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus erwartet das Unternehmen tendenziell eine Fortsetzung dieser positiven Ergebnisentwicklung. Dabei sollen die eingeleiteten Kostenmaßnahmen und Wachstumsprogramme die Profitabilität im BRIEF-Bereich trotz weiterhin sinkender Briefmengen stabilisieren. Für seine Logistiksparte bekräftigte der Konzern derweil die Erwartung einer jährlichen Ergebnissteigerung um durchschnittlich 13 Prozent bis 15 Prozent zwischen 2010 und 2015. 

"Der Konzern ist heute besser aufgestellt als je zuvor", fügte Appel hinzu. "Ob im Internet oder den Emerging Markets: Wir sind überall dort besonders stark vertreten, wo Wachstum stattfindet. Gleichzeitig verfügen wir über ein hohes Maß an Flexibilität um sich uns bietende Chancen jederzeit nutzen und auf auftretende Herausforderungen auch kurzfristig reagieren zu können. In Verbindung mit der Entwicklung weiterer, konsequent an den Kundenbedürfnissen ausgerichteter Produkte und Lösungen verfügen wir damit über eine hervorragende Plattform für weiteres profitables Wachstum."

Geschäftsjahr 2011

Deutsche Post DHL hat im Geschäftsjahr 2011 seinen Umsatz um 2,8 Prozent auf 52,8 Milliarden Euro gesteigert (2010: 51,4 Milliarden Euro). Um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse bereinigt, entspricht dies einem organischen Umsatzwachstum von mehr als 2,7 Milliarden Euro (+5,3%) im Vorjahresvergleich. Dank der verbesserten Umsätze und der gestiegenen Ertragskraft konnte das Unternehmen sein operatives Ergebnis um über 600 Millionen Euro auf mehr als 2,4 Milliarden Euro steigern. Mit einem Ergebnisbeitrag von 1,7 Milliarden Euro und einer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um fast 55 Prozent sind die DHL-Bereiche dabei ihrer Rolle als Wachstumstreiber des Konzerns einmal mehr gerecht geworden und haben den Großteil zum Konzern-EBIT beigetragen. Neben dem starken Umsatzanstieg und den Effizienzsteigerungen hat der planmäßige Wegfall der Einmalaufwendungen, die im Vorjahr noch mit 370 Millionen Euro zu Buche schlugen, zur Steigerung des operativen Ergebnisses beigetragen. Das Finanzergebnis des Konzerns ging im abgelaufenen Geschäftsjahr von 989 Millionen Euro im Jahr 2010 auf minus 777 Millionen Euro zurück. Diese Entwicklung basiert jedoch ausschließlich auf der Bewertung der Finanzinstrumente aus dem Postbank-Verkauf: Waren im Finanzergebnis im Vorjahr noch positive Effekte in Höhe von 1,6 Milliarden Euro enthalten, entstanden im Zusammenhang mit der Bewertung der Effekte aus der Postbank-Transaktion im Jahr 2011 Aufwendungen in Höhe von insgesamt über 300 Millionen Euro. Dieser außerordentliche Bilanzierungseffekt spiegelt sich auch deutlich in der Entwicklung des Konzerngewinns wider und überlagert die zugrundeliegende operative Verbesserung: Der Überschuss ging von 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2011 zurück. Dies entspricht einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 0,96 Euro (2010: 2,10 Euro). Ohne Berücksichtigung der Postbank-Bewertungseffekte in beiden Jahren wären Konzerngewinn und Ergebnis je Aktie jedoch jeweils um mehr als 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro (2010: 972 Millionen Euro) bzw. 1,21 Euro je Aktie (2010: 0,80 Euro) gestiegen.

Dividende

An dieser erfolgreichen Geschäftsentwicklung plant der Konzern seine Aktionäre auch in diesem Jahr wieder angemessen teilhaben zu lassen: Vor dem Hintergrund der positiven Resultate des vergangenen Geschäftsjahrs und der Zuversicht hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Unternehmens werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 9. Mai wie bereits im Vorjahr eine Dividendenerhöhung um 5 Euro-Cent je Aktie vorschlagen. Bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis spiegelt der diesjährige Dividendenvorschlag von 0,70 Euro je Anteilsschein eine Ausschüttungsquote von 58 Prozent wider. Damit bewegt sich das Unternehmen wiederum am oberen Ende der Spanne von 40 bis 60 Prozent, die im Jahr 2010 im Rahmen der neuen Finanzstrategie als Zielkorridor gesetzt worden war.

Viertes Quartal 2011

Auch im Abschlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte das Unternehmen an das Wachstum der Vorquartale anknüpfen und seine Umsätze auf 14,1 Milliarden Euro (+2,1%) weiter steigern. Um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse bereinigt erwirtschaftete der Konzern im vierten Quartal 2011 ein Umsatzplus von fast 500 Millionen Euro (+3,5%) im Vergleich zum Vorjahr. Infolge des Umsatzanstiegs sowie der erhöhten Effizienz des Konzerns stieg das operative Ergebnis des Konzerns um 14,1 Prozent auf 599 Millionen Euro. Während auch in diesem Zeitraum die Logistiksparte des Konzerns den Großteil zum Konzern-EBIT und dessen Wachstum beigetragen hat, hatte auch der BRIEF-Bereich einen erheblichen Anteil am Ergebniswachstum des Konzerns. Die Bewertung der Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Postbank-Transaktion hatte auch im vierten Quartal einen entsprechenden Einfluss auf das Finanzergebnis und belastete den Gewinn des Konzerns im Vorjahresvergleich um mehr als 400 Millionen Euro. Überschuss und Ergebnis je Aktie gingen daher auf 175 Millionen Euro (2010: 487 Millionen Euro) bzw. 0,14 Euro (2010: 0,40 Euro) zurück. Bei Vernachlässigung der Postbank-Effekte in beiden Jahren wären Konzerngewinn und Ergebnis je Aktie aufgrund der erzielten operativen Verbesserungen im vierten Quartal 2011 jeweils um mehr als 46 Prozent auf 369 Millionen Euro (2010: 252 Millionen Euro) bzw. 0,31 Euro je Aktie (2010: 0,21 Euro) gestiegen.

Investitionen und Cashflow

Der Konzern hat seine Investitionen im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Mit 1,7 Milliarden Euro hat das Unternehmen seine Investitionssumme um rund 450 Millionen Euro gesteigert (2010: 1,3 Milliarden Euro) und damit das Fundament für künftiges Wachstum weiter gestärkt. Hierin spiegeln sich unter anderem die Investitionen in den angekündigten Ausbau des Paketnetzwerks des Unternehmens wider, der das überdurchschnittliche Wachstum des Geschäftsbereichs in den nächsten Jahren ermöglichen soll. Darüber hinaus wurden die Ausgaben vor allem in den DHL-Bereichen spürbar erhöht, um die Basis für die weitere Expansion und den nachhaltigen Unternehmenserfolg weiter zu festigen. Die Schwerpunkte lagen dabei unter anderem bei den Investitionen in eine effizientere Flugzeugflotte, moderne Lagerhäuser, neue Fahrzeuge und eine IT-Infrastruktur auf höchstem Niveau. In Folge der deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und der erheblich reduzierten Restrukturierungsausgaben stieg der operative Cashflow des Konzerns um 444 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro (2010: 1,9 Milliarden Euro). Analog dazu verbesserte sich der Free Cashflow um 55 Prozent oder 265 Millionen Euro auf 749 Millionen Euro (2010: 484 Millionen Euro). Mit einer Nettoliquidität von 938 Millionen Euro verfügte der Konzern zum Jahresende 2011 nach wie vor über eine sehr solide Liquiditätsposition. Zwar lag diese unter dem Niveau zum Jahresende 2010 von 1,4 Milliarden Euro. Hierin spiegeln sich jedoch vor allem die wie geplant gestiegenen Investitionen des Unternehmens wider. Verglichen mit dem Niveau zum Ende des dritten Quartals verzeichnete Deutsche Post DHL sogar einen Anstieg der Liquidität um fast 350 Millionen Euro. 

Unternehmensbereich BRIEF

Der Umsatz im Unternehmensbereich BRIEF konnte im Geschäftsjahr 2011 leicht auf 14,0 Milliarden Euro gesteigert werden (2010: 13,9 Milliarden Euro). Trotz der Rabatte, die der Konzern seinen Kunden im Zusammenhang mit der seit Juli 2010 zu erhebenden Mehrwertsteuer 2011 erstmals ganzjährig eingeräumt hat, konnten die Umsätze im klassischen Briefgeschäft stabilisiert werden. Gleichzeitig hat das Unternehmen stark von der Dynamik im Paketgeschäft profitiert. Im Zuge des zunehmenden Internethandels und mit Hilfe des eigenen, auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Angebots konnte das Wachstumstempo im Jahresverlauf kontinuierlich erhöht werden und gipfelte in einem Volumenanstieg von 11 Prozent im vierten Quartal. Auch im gesamten Jahresvergleich lagen die Anzahl der beförderten Pakete und der damit generierte Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau: Während das Volumen insgesamt um 10 Prozent stieg, legten die Umsätze in diesem Geschäftsfeld um 9 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 3,2 Milliarden Euro zu. Damit generiert das florierende Paketgeschäft des Unternehmens bereits fast ein Viertel der Gesamtumsätze des BRIEF-Bereichs und hat, in Kombination mit dem strikten Kostenmanagement, gleichzeitig zur angestrebten Stabilisierung der Profitabilität der Division beigetragen: Mit über 1,1 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 nur geringfügig unter dem Vorjahreswert (2010: 1,1 Milliarden Euro). 

Unternehmensbereich EXPRESS

Der Unternehmensbereich EXPRESS konnte im Jahr 2011 Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Die Erlöse erreichten im vergangenen Jahr 11,8 Milliarden Euro und lagen damit um 5,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 11,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und anorganische Effekte, die vor allem im Zusammenhang mit dem Verkauf des inländischen Geschäfts in China, Kanada und Australien stehen, betrug das Umsatzwachstum im Jahr 2011 sogar 10,9 Prozent. Diese positive Entwicklung spiegelt vor allem die zweistelligen Zuwächse der Volumina und Umsätze bei grenzüberschreitenden Sendungen wider. Die Region Asien-Pazifik unterstrich dabei einmal mehr ihre Rolle als Wachstumstreiber innerhalb des Konzerns und im EXPRESS-Bereich. Beim operativen Ergebnis fiel das Plus sogar noch wesentlich deutlicher aus: Mit 927 Millionen Euro lag das EBIT im Jahr 2011 um 86,5 Prozent über dem Vorjahresniveau von 497 Millionen Euro. Neben dem starken Umsatz- und Volumenwachstum sowie dem konsequenten Kostenmanagement kommen hierin auch die erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen zum Tragen, die im Vorjahr noch zu Aufwendungen in Höhe von 288 Millionen Euro geführt hatten.

Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT

Im Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT konnte der Umsatz im Jahr 2011 von 14,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 um 4,9 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse bereinigt lag das Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,7 Prozent. Obwohl die Umsätze im Luft- und Seefrachtbereich in Folge einer spürbaren Abkühlung des Marktwachstums im zweiten Halbjahr unter Druck gerieten, trugen dennoch alle Geschäftsfelder zu diesem Erlösanstieg bei. Das Landverkehrsgeschäft entwickelte sich mit einem Umsatzanstieg von fast 10 Prozent besonders positiv. Bei weiterhin hohen Treibstoffpreisen profitierte der Unternehmensbereich von geringeren Frachtraten, verbesserten Einkaufskonditionen und der Fokussierung auf selektives Wachstum in attraktiven Geschäftsfeldern. Auf diese Weise konnten die Margen weiter verbessert werden. Dementsprechend deutlich stieg die Profitabilität des Geschäftsbereichs: Mit 429 Millionen Euro lag das EBIT im Jahr 2011 um 12,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2010: 383 Millionen Euro). 

Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN

Auch das Kontraktlogistikgeschäft der Deutschen Post DHL ist im abgelaufenen Geschäftsjahr profitabel gewachsen. Umsatz und Ergebnis lagen zum Jahresende deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erlöse des Unternehmensbereichs stiegen um 1,2 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro (2010: 13,1 Milliarden Euro). Aufgrund von im Jahresverlauf vorgenommenen Portfolioänderungen wie dem Verkauf eines nicht zum Kerngeschäft zählenden Tochterunternehmens in den USA spiegelt dies jedoch die zugrunde liegende operative Entwicklung nur teilweise wider. Bereinigt um derartige Konsolidierungs- sowie Währungseffekte sind die SUPPLY CHAIN Umsätze im Jahr 2011 um fast 6 Prozent oder über 700 Millionen Euro gestiegen. Getragen wurde dieses Wachstum vor allem von deutlichen Zuwächsen in der Region Asien-Pazifik sowie den "Life Sciences & Healthcare"- und "Automotive"-Sektoren. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr zusätzliche Verträge im Wert von 1,3 Milliarden Euro abgeschlossen, ein Plus von rund 200 Millionen Euro im Vorjahresvergleich. Das höhere Geschäftsvolumen hat in Kombination mit weiteren operativen Verbesserungen und strikter Kostenkontrolle zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung des Unternehmensbereichs im Jahr 2011 geführt. Mit 362 Millionen Euro lag das operative Ergebnis um 56,7 Prozent über dem Vorjahresniveau von 231 Millionen Euro. 

 


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