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Logistik

24.11.2008

Der komplette Arbeitsplatz aus dem Netz

Logistik

Im Zeitalter des Cloud-Computing werden zunehmend mehr Produkte und Applikationen online als Dienstleistung ("as a Service") angeboten. So werden Programme ebenso wie Online-Speicherplatz von Unternehmen zu On-Demand-Angeboten verschnürt und als Dienstleistung an Kunden herangetragen. Der Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) www.fujitsu-siemens.com will nun mit "Infrastructure as a Service" einen Schritt weitergehen und beispielsweise komplette PC-Arbeitsplätze als Service anbieten. Unter dem Schlagwort "Dynamic Infrastructures" stattet das Unternehmen nun Kunden je nach ihrem tatsächlichen Bedarf mit IT-Infrastruktur aus, erläutert FSC-CTO Joseph Reger gegenüber pressetext. "BvDP"


"Workplace as a Service" nennt FSC das Angebot, einen kompletten Arbeitsplatz als Dienstleistung aus dem Web zu beziehen. Der User muss sich hierfür beim Hostanbieter einloggen und bekommt seinen PC-Desktop via Browser geliefert. Das Arbeiten auf dem virtuellen Computer unterscheidet sich kaum von der Arbeit auf einem Rechner, bei dem Betriebssystem, Software und Applikationen lokal installiert sind. Zur Wahl stehen neben verschiedenen Betriebssystemen auch eine Reihe an Programmen, darunter beispielsweise das Office-Paket. Konfigurierbar ist auch die Hardwareausstattung des virtuellen Rechners, zum Beispiel die Größe der Festplatte. Ansonsten entspricht die Konfiguration und Leistung jener aktueller PCs vom Fachhändler. Um den virtuellen Rechner muss sich der Kunde nicht weiter kümmern, weder müssen die Geräte gewartet noch muss auf den Virenschutz geachtet werden. Der Preis für einen Arbeitsplatz als Dienstleistung wird bei etwa 40 Euro pro Monat und Client liegen.

Kernidee des neuen Ansatzes sei die Erkenntnis, dass es keine Standard-IT-Infrastruktur gibt, die für alle Kunden passt und deren Bedürfnissen entspricht, so der FSC-Manager. Mit neuen Geschäftsanforderungen würde die benötigte Infrastruktur für viele Unternehmen äußerst komplex, das Management zunehmend schwieriger. Diese speziellen Anforderungen werden jedoch nicht nur bei Unternehmenskunden sichtbar, die eine umfangreiche IT-Lösung benötigen, sondern auch schon bei den Rechnern und Notebooks, die FSC an seinen beiden deutschen Standorten fertigt. "Derzeit liegt die Rate der costumized, also speziell für den Kunden angefertigten PCs bei etwa 35 Prozent", erläutert Wolfgang Horak, Geschäftsführer von FSC Österreich und der Schweiz, im Gespräch mit pressetext. Künftig werde dieser Prozentsatz deutlich nach oben gehen. "Ich bin der Auffassung, dass in Zukunft 90 Prozent der Computer speziell für Kunden angefertigt werden", so Horak.


Mit Dynamic Infrastructures stellt sich FSC jedenfalls als umfassender Anbieter von Infrastrukturdiensten auf. "Wir nutzen unsere Erfahrung als Computerhersteller, um unseren Kunden ein komplettes Infrastrukturpaket anbieten zu können. Wir legen den Fokus nun je nach Kunden auf die speziellen Anforderungen", so Reger. Kunden komme dies entgegen, da sie ihre Ressourcen effizienter einsetzen und ihre Arbeit optimieren können. Kunden selbst können entscheiden, inwieweit sie IT als eigene Kernkompetenz sehen und wie sehr sie auf der anderen Seite externe Partner einbinden wollen.


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